AHK Brasilien

Deutsch-Brasilianischer Industrie-und Handelsrat 

Die Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammern Rio Grande do Sul, Rio de Janeiro und São Paulo haben einen gemeinsamen Ausschuß gebildet, um ihre überregionalen Ziele und gemeinsame Politik zu koordinieren, den Deutsch-Brasilianischen Industrie-und Handelsrat.

Der Rat befasst sich mit Themen gemeinsamen Interesses, die einheitliche Meinungsäußerungen erfordern. 



Die Handelskammern im wirtschaftlichen Zentrum Brasiliens

Im Wirtschaftsleben Brasiliens kommen dem Südosten und dem Süden eine entscheidende Bedeutung zu. Sie beherbergen 59 % der brasilianischen Bevölkerung, erwirtschaften 76 % des Bruttoinlandsprodukts und stellen 78 % der Industrieerzeugnisse Brasiliens her.

Auch für die die Mehrzahl der Unternehmen aus Deutschland, die bisher rund US$ 28 Mrd. in Brasilien investiert haben, sind der Landessüden und Südosten der bevorzugte Standort. Fast alle der etwa 1.400 in Brasilien engagierten Firmen deutschen Ursprungs haben sich dort niedergelassen. Durch die fortschreitende Industrialisierung des Nordens und des Nordostens Brasilien und der Konzentration des Agrobusiness im Zentralwesten des Landes erlangen jetzt auch diese Regionen zunehmend an Bedeutung.

Seit über 99 Jahren sind die Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammern im Dienste der Zusammenarbeit der beiden weitgehend komplementären Volkswirtschaften Deutschland und Brasilien tätig. Ihnen angeschlossen sind rund 1.200 Mitgliedsfirmen, nicht nur Unternehmen mit deutschem Kapital und Know-How, sondern auch außenwirtschaftlich orientierte brasilianische und in Deutschland ansässige Unternehmen sowie Institutionen.

Entsprechend ihrer bilateralen Ausrichtung setzen sich die Auslandshandelskammern für die Interessen der Wirtschaft beider Länder ein und leisten ihren Beitrag zu den intensiven Wirtschaftsbeziehungen, die das Wachstum verstärken, den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt fördern und damit den Wohlstand der Bevölkerung der Partnerländer erhöhen.

Die Nähe zu Unternehmen, Behörden und Verbänden in Brasilien und Deutschland ermöglicht es den Kammern, wertvolle Dienstleistungen zu erbringen, die den Zugang zum brasilianischen und panamerikanischen sowie zum deutschen beziehungsweise europäischen Markt erleichtern. Das breite Angebot und die starke Inanspruchnahme ihrer Dienstleistungen hat die zentrale Bedeutung der Kammern für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Kontinenten gefestigt.

Dabei beruht die Arbeit der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammern im wesentlichen auf den Säulen Außenwirtschaft, Berufbildung, Umwelt, erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Innovation- und Technologietransfer, Mitgliedschaft sowie der Öffentlichkeitsarbeit.

Diese Säulen sind in Form von Hauptabteilungen organisiert, die wiederum mit der Unterstützung der Rechts-, der Informatik-, der Veranstaltungs- sowie der Messeabteilung zählen können. Darüber hinaus stehen neben weiteren eigenen Service-Einheiten der Kammern auch fremd-finanzierte Abteilungen und Sektoren mit ihrem Dienstleistungsangebot der deutsch-brasilianischen Wirtschaft zur Verfügung.

Die AHKs sind aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestags anteilig vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Kontakt

Dr. Wolfram Anders
Kommissarischer Präsident

Tel.: (+55 11) 5187-5202
E-mail schreiben